Promi Darts WM 2019

Morgen steht zum dritten Mal die Promi Darts WM an, dieses Mal live aus Köln. Doch was soll der echte Darts davon halten? Kurz einmal die Erklärung zum Modus. Die Teams werden in zwei Gruppen aufgeteilt und die ersten beiden erreichen das Halbfinale. Von dort aus wird dann der Sieger ausgespielt. Bei der ersten Auflage gewann Tim „The Machine“ Wiese an der Seite von Michael van Gerwen, im Folgejahr dann Martin Schindler zusammen mit Marcel Scorpion. Es ist immerhin so, dass die Weltbesten Spieler dabei sind und nicht nur auf die Deutschen gesetzt wird. Neben Superstars wie Weltmeister Michael van Gerwen, Peter Wright und Gary Anderson vertritt Max Hopp die deutsche Fahne und selbst Phil Taylor gibt sich trotz seiner Rente die Ehre. Aber reicht das? Na ja. Es ist eine Auswahl von Spielern die einen gewissen Grad an Bekanntheit haben, aber die aktuellen Top Spieler sind es sicher nicht. Mit Ex-Weltmeister Rob Cross, Vizeweltmeister Michael Smith und Major Sieger James Wade werden Namen ignoriert, die in den letzten Monaten mehr gebracht haben als Andere. Statt Leistung wird also auf Bekanntheit gesetzt. Das ist auch in Ordnung, schließlich ist das Event pure Show. 

Aus Sicht der Spieler ist es leicht verdientes Geld. Auf die Bühne marschieren, ein bisschen Entertainment für die Leute und ein paar Darts werfen. Trotzdem kann es sie auch nerven. Als H.P. Baxxter im letzten Jahr trotz Chance zum checken weiter blind auf die Scheibe feuerte winkte ein genervter Raymond van Barneveld im Hintergrund ab. Das ist eben der Nachteil für die Profis wenn sie mit Vollblut Amateuren spielen. Im letzten Jahr dann aber der erste Lichtblick. YouTuber Marcel Scorpion spielte an der Seite von Martin Schindler äußerst ansprechende Darts und konnte seinen Kollegen wirklich unterstützen. Schindler und Scorpion verbindet seitdem auch eine gute Freundschaft. Doch in diesem Jahr ein Dämpfer. Pro7 lies verlauten, dass Scorpion zu gut für die anderen Promis sei und trotz Rolle als Titelverteidiger nicht antreten können. Der YouTuber selbst zeigte sich darüber sehr enttäuscht. Doch gerade nach den Argumenten von Pro7 fragt man sich doch, wieso ein Markus Krebs dann antreten darf. Der Comedian spielt bereits seit einigen Jahren Darts und hätte für Scorpion sicher ein Konkurrent sein können. Diese Frage lies Pro7 allerdings unbeantwortet. Nun dürfen Rafael van der Vaart, Faisal Kawusi, Lilly Becker, Markus Krebs, Jimi Blue Ochsenknecht und Patrick Esume an der Seite der Profis spielen. Gute Lose? Man wird es sehen. 

Ein Zeichen hat Pro7 allerdings nach den verheerenden Kritiken der letzten Jahre allerdings gesetzt. Moderieren wird dieses Jahr nicht mehr Teilzeit-Kasper Joko Winterscheidt, sondern Christian Düren, bekannt aus taff und Time Battle. Winterscheidt schien nie wirklich vorbereitet zu sein, definierte Begriffe falsch und konnte andere nicht erklären. Mit Bezeichnungen wie „Matchpfeile“ machte er sich zum Horst und jedem Darts Fan stellten sich die Nackenhaare hoch. Eine kompetente Kraft wird allerdings bleiben. Mit DAZN Kommentator Elmar Paulke ist einer von Deutschlands wichtigsten Förderern des Dartsports mit dabei. In den Jahren zuvor konnte er die Leistungen am Board stets sehr unterhaltsam darstellen und überspielte so selbst die schlechte Stimmung in der Halle. Die Stimmung. Ein elementarer Bestandteil des Sports. Zu Beginn der Show singen die Fans noch fröhlich vor sich hin, aber da es nicht ununterbrochen 180er regnet oder andere Highlights passieren, widmen sich die Fans gerne dem Alkohol und sind dementsprechend schnell erledigt. Bilder von schlafenden Zuschauern im letzten Jahr kursierten lange im Netz. Dennoch, trotz aller Kritik, ist und bleibt die Promi Darts WM ein reines Showevent und nichts Anderes. Deswegen muss es nicht so sein wie im Ally Pally oder auf der European Tour. Klar, für waschechte Dart Fans wird es sicherlich schwer sein, das schwache Niveau zu akzeptieren und hinzunehmen, aber dennoch sollte man sich immer den Hintergrund der Aktion bewusst machen. Vielleicht hat Pro7 auch aus den Fehlern der letzten Jahre gelernt, die Organisation verbessert und es wird unterhaltsamer. Das bleibt allerdings abzuwarten. Also, wer sich gerne eine Abend seichter Unterhaltung mit seinen Lieblings-Spielern gönnen will, der kann morgen gerne um 20.15 Uhr auf Pro7 einschalten. Wer den Dartsport so in der Form nicht sehen will und eventuell sogar zu genervt ist von den letzten Jahren, der schaltet lieber nicht ein.

Unser Fazit ist also, das die Promi Darts WM auf Pro7 eine nette Idee ist, aber sich der Sender dennoch Gedanken darüber machen sollte wie man sich verbessern kann. Die Herausnahme von Joko Winterscheidt war sicher ein Anfang, aber bei der Auswahl der Promis und der Organisation gibt es sicherlich noch Nachholbedarf. Also, morgen 20.15 Uhr Pro7 einschalten oder auf anderen Sendern die Primetime Filme genießen, das ist jedem selbst überlassen.

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