Ian White – TV ist Schlüssel zur Elite

Ian White ist gerade der Spier mit der besten Form – auf jeden Fall auf der European Tour. Ein TV-Erfolg könnte ihn nach ganz oben katapultieren.

Das Ian White seit etwa 1,5 Jahren stärker spielt als jemals zuvor, dürfte inzwischen jedem aufgefallen sein. Gerade auf der Pro Tour und der European Tour kommen beeindruckende Zahlen zusammen, die das unterschreiben. So konnte er im letzten Jahr in Zwolle endlich seinen ersten European Tour Sieg feiern, als er Ricky Evans im Finale bezwang. Vor 10 Tagen ließ er dann den zweiten Folgen, in dem er Peter Wright niederrang. Und White hat eine ganz besondere Marke hinterlassen: er stand in drei (!) European Tour Finals nacheinander. Das hatte bis dahin nur Michael van Gerwen geschafft. Die ersten beiden Finals verlor er an eben diesen, aber jetzt hat er den Bann im berüchtigten dritten Anlauf gebrochen.

Und dabei hatte er einen schweren Weg vor sich. Gegen Keegan Brown benötigte er einen 110er Average, um den jungen Engländer und dessen 107er Schnitt in die Schranken zu weisen. Jeffrey de Zwaan wartete, dieser kam allerdings überraschenderweise nicht mit und verwarf zusätzlich mehrere Chancen auf Doppel, so dass sich White letztendlich problemlos durchsetzen konnte.

Den letzten Schritt vor dem Finale musste er dann gegen einen der ganz alten Hasen gehen, Steve Beaton. Und es wurde eng für White, allerdings patzte Beaton in den entscheidenden Momenten und musste mit ansehen wie White ins Finale einzig und auf seinen Gegner Peter Wright wartete.

Die Zahlen der beiden waren gut. 100,01 Turnieraverage für Ian White, 100,02 für Peter Wright. Und es wurde ein entsprechend enges Spiel, in dem Wright jedoch zu viele Fehler machte und White konnte dies ausnutzen und sich feiern lassen.

Auch in den gesamten Ranglisten der PDC steht White sehr gut da. Seine Rückkehr in die Top 10 der Welt ist nur noch Formsache, in der Pro Tour Order of Merit hat er Platz 2 inne, auf der European Tour ebenfalls und bei den Players Championship ist er die sechs. Alles Belege dafür wie gut Ian White geworden ist, ebenso wie seine Averages, die inzwischen regelmäßig um die 100+ Marke kreisen.
Doch eines fehlt in seiner Vita noch. Ein gutes Ergebnis bei einem TV Turnier. Dort konnte White nie weiter als ins Viertelfinale kommen und hatte sichtbar mit den Nerven zu kämpfen. Bestes Beispiel dafür sind die UK Open 2017. Viertelfinale gegen Gerwyn Price, Decider, White stellt sich mit einer 180 auf 20 Rest und bekommt drei Darts darauf. Allerdings knallt er den ersten bereits deutlich in die Doppel 15 und seinem Gesicht war das Entsetzen anzusehen, welches noch größer wurde als Price 160 zum Match vom Board nahm.

Und auch bei den Weltmeisterschaften will es noch nicht. Im letzten Jahr wurde er als Geheimfavorit gehandelt, verdaddelte dann aber eine 2:0 Führung gegen den Südafrikaner Devon Petersen und musste wieder einmal früh nach Hause fahren.
Sollte White seine Schwäche bei TV Turnieren ablegen Können, dann wäre er ein Kandidat für die Top 5 der Welt und könnte für noch mehr Furore sorgen als er das bisher schon getan hat.

Bilder: PDC Europe

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