GameOnExclusive: Labanauskas hochmotiviert vor World Cup Debüt

Nach einer soliden ersten Hälfte in 2019 und kurz vor dem World Cup haben wir uns mit Darius Labanauskas zusammengesetzt:

Wie bekamst du deinen Nickname „Lucky D“?

Das ist einfach, Lucky weil ich sehr viel Glück im Leben hatte, sowohl beim Darts und auch außerhalb, und D ist der erste Buchstabe meines Vornamens.

Wer ist in deinen Augen der beste baltische Spieler? Du, Madars Razma oder ein anderer?

Von den Statistiken her sind Madars und ich eindeutig die besten baltischen Spieler. Allerdings haben auch Spieler wie Mindaugas Barauskas, Arūnas Čiplys, Aigars Strelis und Kristaps Mickus eine Erwähnung verdient.

Wann und warum hast du mit Darts angefangen?

Ich kam auf eine Anzeige zu einem lokalen Dartsturnier, als ich durch die Zeitung blätterte. Ein Freund ich haben uns entschieden es mal auszuprobieren und mir hat es so viel Spaß gemacht, dass ich angefangen habe im Verein zu spielen. Die Ergebnisse wurden immer besser und das hat die Motivation hochgehalten. Viele Leute sagten mir, das ich anfangen soll außerhalb der baltischen Staaten Turniere zu spielen, allerdings hab ich mich erst nach über 10 Jahren zu diesem Schritt entschieden.

Das Doppelformat ist ungewöhnlich für Dartspieler. Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Einzel- und Doppelwettbewerben?

Der größte Unterschied ist, dass du auf drei andere Spieler warten musst ehe du wieder an der Reihe bist. Zusätzlich musst du darauf achten, das richtige Doppel stehen zu lassen. Nicht nur für dich, sondern auch für deinen Partner. Ich spiele gerne die Doppel 8, aber wenn mein Partner die nicht mag, dann könnte es passieren, dass ich im nächsten Versuch die Doppel 1 stehen habe. Aber man muss auch sagen, dass ich Doppelwettbewerbe eigentlich sehr gerne mag und ich bei der BDO darin bereits 11 Titel gewinnen konnte.

Wie fühlt es sich an dein Land zu vertreten und nicht nur dich selbst?

Ich habe schon oft für Litauen bereits beim WDF World Cup und Europe Cup gespielt und es ist ein fantastisches Gefühl wenn dein Name in einem Atemzug mit dem Land genannt wird, besonders dann wenn so viele Leute zuschauen.
Dein Land in einem neuen Wettbewerb und in einem neuen Verband zu vertreten wird allerdings etwas Neues für mich werden.

Wie oft und lange trainierst du?

Ich trainieren mit meinen Vereinskollegen an zwei Tagen in der Woche und zuhause hängt es davon ab, ob ich ein wichtiges Turnier vor mir habe oder eben nicht. Meistens spiele ich dann Cricket oder einfach nur 501.

Was ist dein Ziel für die nächsten Jahre?

Ich will mich wieder für die WM in London qualifizieren, wieder beim World Cup antreten und meine Tour Card sichern, wenn die zwei Jahre vergangen sind.

Wie war das Gefühl, als du deine Tour Card im Januar gewinnen konntest?

Es war mein erster Anlauf bei der Q School und ich habe sehr gut gespielt. Ich hatte geplant meine Tour Card über das Punktesystem zu holen nach dem Viertelfinale an Tag 1. Dann habe ich jedoch zweimal hintereinander in der ersten Runde verloren und mir war klar, dass ich das letzte Turnier gewinnen musste um es zu schaffen.
Das hat mir vor allem das letzte Spiel sehr erschwert, aber ich habe es tatsächlich geschafft.

Was war der größte Moment in deiner Karriere bis jetzt?

Einen bestimmten kann ich nicht sagen, es waren so viele:
Mein erster Meistertitel in Litauen 2009, das erste WDF Europe Cup Finale im Doppel 2012, die Lithuanian Open 2011 zu gewinnen, mein Debüt in Lakeside und mit einer 167 das höchste Finish des Turniers dort zu spielen, die PDC WM 2018, mein erstes European Tour Event in Österreich 2018 und 2015 und 2016 die Nummer 1 im WDF Ranking zu sein. Das sind so die Dinge die mir jetzt einfallen.

Wie hast du dich bei seinem Debüt im Ally Pally gefühlt und dann hast du auch noch mit Raymond van Barneveld eine absolute Legende aus dem Turnier genommen?

Barney ist eine absolute Legende des Dartsports und einer meiner Lieblingsspieler, der der Welt gezeigt hat das Phil Taylor schlagbar ist und das hat viele Spieler noch einmal mehr motiviert. Ich hab ihn vorher nur im Fernsehen gesehen und habe nicht mal davon geträumt gegen ihn zu spielen, aber es ist passiert und das war ein großartiges Gefühl.

Wie denkst du über die baltische Tour? Wird es bald mehr Spieler von dort auf dem PDC Circuit geben?

Das Interesse an Darts wächst merklich, ich bin im letzten Dezember sogar zum Sportler des Monats in meiner Region gewählt worden. Ich bekomme auch viele Einladungen um den Leuten zu zeigen um was es im Dartsport geht. Die Leute verstehen dann schnell wie schwer es eigentlich ist und wie viel Training es benötigt um wirklich gut zu werden. Mein Doppelpartner Mindaugas Barauskas ist am nächsten an der PDC dran, denn er hat die Q School gespielt und nimmt auch an der Challenge Tour teil.

Du kennst Mindaugas schon sehr lange und ihr habt bereits einige Titel zusammen geholt. Wie froh bist du darüber, das ihr zusammen ein Team bildet?

Ich kenne ihn sehr gut, wir trainieren sehr viel zusammen und spielen auch viele Turniere zusammen, seit dem wir nur noch knapp 30 Kilometer auseinander wohnen. Er ist ein sehr guter und motivierter Spieler und ich bin sicher das er die beste Wahl ist um unser Heimtland zu repräsentieren.

Euer Auftaktmatch wird gegen Neuseeland sein. Cody Harris hat schon oft genug gezeigt zu was er fähig ist und Haupai Puha ist immerhin die ozeanische Nummer 1. wie gefährlich sind sie für euch?

Haupai muss ziemlich gut spielen, wenn er die 1 aus Ozeanien ist. Die eigentliche Gefahr jedoch ist, das er außerhalb Ozeaniens kaum in Erscheinung getreten ist und wir nicht wissen was uns von seiner Seite aus erwartet. Peter Machin ist da ein gutes Beispiel. Den kannte keiner bis zu seinem BDO World Trophy Debüt und er hat immerhin zwei Finals erreicht und eines davon gewonnen. Es wird ein sehr interessantes Spiel werden.

Wie weit kann Litauen dieses Jahr, trotz Debüt, kommen?

Es ist unser Debüt und laut den Statistiken haben wir kaum eine Chance, denn Debütanten gewinnen nur sehr selten Turniere. Allerdings haben wir auch keinen Plan B und deswegen ist es unser Ziel den Titel zu holen!

Ultimative Frage: Was wäre dir lieber? Weltmeister oder Nummer 1 der Welt?

Weltmeister.

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