Damon Heta – Das System funktioniert

Geburtstagskind Damon Heta ist der strahlende Sieger des Brisbane Darts Masters! Und gleichzeitig der erste lokale Qualifikant, der ein World Series Event gewinnen konnte.

Und es war nicht unbedingt so, dass er leichte Namen vor sich hatte. Im Gegenteil! Mit James Wade, Gary Anderson, Simon Whitlock und Rob Cross standen im die Nummer 2, 4, 8 und 11 gegenüber. Ein Programm, bei dem viele ins Schwitzen geraten würden, allerdings nicht „The Heat“. Und selbst als er gegen Wade schon tot überm Zaun lag, kam er zurück und checkte die 164 als wäre das ganz einfach. Der Rest ist Geschichte.
Auch wenn Heta der erste Qualifikanten-Sieger ist, so ist er nicht die erste Erfolgsgeschichte. Allein in diesem Jahr erreichte Gabriel Clemens beim German Darts Masters das Finale und musste sich dort nur Peter Wright beugen.

Lawrence Lustig/PDC

Auch mit Nathan Aspinall könnte ein Debütant gleich einen Titel einstreichen, auch wenn er kein lokaler Qualifikant war, sondern immerhin der UK Open Sieger persönlich.
Aber auch sonst zeichnet sich ein gewisser Trend ab, denn immer wieder schaffen es die vermeintlich kleineren Spieler die Großen zu ärgern. Nico Kurz nahm zum Beispiel Gary Anderson aus dem Turnier, Royden Lam tat dasselbe ein Jahr zuvor und Mark McGrath schlug völlig überraschend Michael Smith in Auckland.

Eine der größten Erfolgsgeschichten der World Series begann ebenfalls in Australien und zwar die von Corey Cadby. Inzwischen ist „The King“ Junioren Weltmeister und UK Runner Up.
Das alles begann begann 2016 als Cadby in Sydney den großen Phil Taylor aus dem Weg räumte und danach trotz eines 109 Averages anPeter Wright scheiterte.
Ein Jahr später sorgte Cadby wieder für Furore als er auch noch Raymond van Barneveld schlug und erreichte in Auckland das Finale gegen Landsmann Kyle Anderson.

Lawrence Lustig/PDC

Sein Debüt bei der PDC WM war gleichermaßen überragend wie tragisch. In einem der besten Spiele der WM scheiterte er mit 1:3 am Joe Cullen. Beide Spieler waren zwischenzeitlich mit Averages von um die 110 unterwegs, aber der Rockstar bewies das bessere Timing.

Auch nicht vergessen darf man Cody Harris, der immer wieder mit konstanten Leistung auf sich aufmerksam macht, auch er ist ein Ergebnis dieses Systems.
Blickt man nun auf diese ganzen Geschichten zurück, so stellt man fest, dass das meiste bisher in Australien und danach in Deutschland passiert ist, was beweist, dass die PDC ihr Ziel, mehr Spieler heranzuziehen, durchaus erfüllt.
Auch wenn es an anderen Standorten noch ein wenig hakt, sind dort zumindest leichte Fortschritte zu erkennen, denn auch in Asien und den USA zeigen sich leichte Ergebnisse.

Aus Amerika kommt mit Dawson Murschell immerhin ein Tour Card Holder und einige weitere stehen in den Startlöchern.
In Asien ist die Spitze schon etwas breiter als in Amerika, jedoch ist es für die Spieler bisher wenig interessant auf der regulären Tour zu spielen. Mit Seigo Asada, Royden Lam, Paul Lim, Haruki Muramatsu, Lourence Illagan und Noel Malicdem sind einige starke Spieler in den asiatischen Reihen vertreten.

Während Illagan und Malicdem bei der letzten WM ihr Können unter Beweis stellten, haben das Asada und Muramatsu dies beim World Cup getan und erreichten das Halbfinale.

Letztendlich ist die World Series „nur“ ein Showevent, aber eines bei dem sich bisher unbekannte(re) Spieler auf der TV Bühne zeigen können und dort wichtige Erfahrungen sammeln, die sonst nicht möglich wären.

Doch nochmal zurück zu Damon Heta. Es ist nicht so, dass er sich noch nie gezeigt hätte. In diesem Jahr gewann er die Australian Open der BDO und schlug dabei Spieler wie Jim Williams und Scott Mitchell. Im Jahr 2018 konnte er in Sydney Kyle Anderson schlagen und erreichte auch bei den World Series Finals die zweite Runde, wo allerdings van Gerwen zwei Hausnummern zu groß war. Sein Triumph bleibt zwar eine riesen Überraschung, aber Heta war zumindest schonmal kein bekannterer Name.

Lawrence Lustig/PDC

Neben den World Series Events baut die PDC aber auch noch auf separate Touren in den einzelnen Gebieten auf. So gibt es in Asien die PDC Asia Tour, über die sich vier Spieler für die WM qualifizieren können, die DPA in Australien und die CDC Tour in den USA und Kanada. Während die Asiaten vier Qualifikationsplätze haben, gibt es für die Australier einen (und für Neuseeland ebenfalls) und für die Nordamerikaner zwei.

Wie auch bei der regulären PDC Tour werden mehrere Turniere gespielt, aus denen dann ein Ranking ermittelt wird. Noch dazu gibt es verschiedene Qualifikations Möglichkeiten, wie das Oceanic Darts Masters das US Darts Masters.

Über die asiatischen Tour konnten sich in diesem Jahr bereits nach 10 von 12 Events Paul Lim, Lourence Illagan und Noel Malicdem für die WM qualifizieren. Im letzten Jahr waren alle drei ebenfalls dabei. Seigo Asada und Royden Lam werden den letzten Platz unter sich ausmachen, da der Rest zu weit hinten ist.

PDC Asian Tour

Auch in Australien zeichnet sich schon ab, wer nach London fahren darf. Wenig überraschend ist dies Brisbane Sieger Damon Heta, der die Rangliste souverän vor James Bailey, der im letzten Jahr dabei war, anführt und wohl nichts mehr anbrennen lässt, nachdem er die Qualifikation im letzten Jahr noch knapp verpasst hatte.
In den USA läuft es auf einen Zweikampf zwischen Darin Young und Chuck Puleo hinaus, die punktgleich an der Spitze der CDC Order of Merit liegen. Jim Long als bester Kanadier dürfte derweil für eine Rückkehr in den Ally Pally planen dürfen. Zusätzlich hat sich mit Daniel Baggish schon der erste Amerikaner seinen Platz über den North American Championship gesichert.

Lawrence Lustig/PDC

Das System der PDC geht also auf. Internationale Spieler können sich entwickeln und sich gegen die Großen beweisen. Viele Erfolgsstorys sind daraus hervorgegangen und die Hallen sind ausverkauft. Zusätzlich können die Spieler sich auf den Touren in ihren Regionen weiterentwickeln, Erfahrung sammeln und sich als große Belohnung für die WM qualifizieren, was ein großer Ansporn für Viele ist.
Es gibt also nichts, was gegen die World Series, die verschiedenen Touren und die Vorgehensweise dahinter spricht und Erfolge wie der von Damon Heta macht sogar Lust auf noch viel mehr von der Sorte. In dem Sinne GameOn und auf nach Melbourne, der nächsten Station auf der Tour durch Australien!

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