World Grand Prix 2019

Am Sonntag, den 6. Oktober ist es wieder einmal so weit. Der World Grand Prix geht in seine 22. Auflage. Das Turnier findet traditionell in Dublin statt und besitzt aufgrund seines besonderen Modus stets seinen ganz eigenen Charme. Der Grand Prix ist neben der Weltmeisterschaft das einzige Turnier, bei dem der Set-Modus gespielt wird. DAS Spezielle am Grand Prix ist jedoch sicherlich der Modus „Double in, Double out“. Bevor ein Spieler anfangen darf, auf die Treble 20 zu zielen, muss er vorher stets ein Doppel treffen. Rekordsieger ist Phil Taylor, der das Turnier insgesamt elf Mal gewinnen konnte.


Lawrence Lustig/PDC

Beim World Grand Prix spielen die Top 16 der Order of Merit gegen die Top 16 der Pro Tour. Zum ersten Mal dabei sind in diesem Jahr Chris Dobey, Dimitri van den Bergh, Jamie Hughes, Nathan Aspinall, Glen Durrant und Krzysztof Ratajski.

Rückblick

Der World Grand Prix 2018


Best of 3 Sets, so lautet der Modus in der ersten Runde des Grand Prix. Eine äußerst kurze Distanz – und damit sehr gefährlich für jeden Favoriten. 2017 schaffte John Henderson in Runde 1 die Sensation und warf Michael van Gerwen aus dem Turnier. Das Gleiche musste auch Rob Cross im letzten Jahr zu spüren bekommen, der nicht in sein Spiel fand und damit sang – und klanglos gegen Steve Beaton verlor. James Wilson legte 2018 sicherlich den beeindruckendsten Lauf hin. Er besiegte mit Simon Whitlock und Adrian Lewis zwei ehemalige Top 10-Spieler, bevor er im Viertelfinale hauchzart an einer Sensation gegen Peter Wright vorbeischrammte.

Lawrence Lustig/PDC

Das Spiel des Turniers lieferten sich Peter Wright und Mensur Suljovic im Halbfinale. Suljovic, dem das Turnier aufgrund seiner Doppelstärke ohnehin liegt, führte schnell mit 3:0. Doch der zu der Zeit kriselnde Peter Wright legte ein beeindruckendes Comeback hin und holte sich alle weiteren vier Sätze in beeindruckender Manier.
So traf Peter Wright im Finale (mal wieder) auf Michael an Gerwen. Das Spiel gestaltete sich in den ersten vier Sätzen ausgeglichen. Dann zog van Gerwen das Tempo an und ließ Wright keine Chance mehr. 5-2 hieß es am Ende für van Gerwen, der sich die Grand Prix-Krone damit zum vierten Mal aufsetzte.

Lawrence Lustig/PDC


Das sind die Top-Partien der ersten Runde:

Beim World Grand Prix gelten nur die Top 8 der Welt als gesetzt. Dies hat zur Folge, dass es schon in Runde 1 zu einigen Top-Partien kommen kann. In diesem Jahr hat Rob Cross mit Mensur Suljovic sicherlich das ungünstigste Los gezogen. Der World Matchplay-Champion ist beim Grand Prix noch nie über die erste Runde hinausgekommen. Suljovic wird sicherlich in Lauerstellung warten – und jeden Fehler von Cross nutzen wollen.

Aus deutscher Sicht hat es Max Hopp in diesem Jahr besonders schwer getroffen. Hopp, der sich zum zweiten Mal qualifizieren konnte, trifft auf den Vorjahresfinalisten Peter Wright. Wright ist sicherlich aktuell nicht unschlagbar, jedoch muss Hopp schon sein komplettes Können an den Tag legen, um in die zweite Runde einzuziehen.
Ebenfalls besonders interessant ist die Begegnung zwischen Gerwyn Price und dem wiedererstarkten Dave Chisnall. Bei Ricky Evans vs. Chris Dobey gibt es was für die Schnellspieler-Fans und zwischen Glen Durrant und Krzysztof Ratajski ein Duell zweier Nerven-Giganten.

Die Doppel-Starken dieses Mal erfolgreich?


Als Topfavorit und Nummer eins geht, wie auch sonst, Michael van Gerwen auf die Jagd nach dem fünften Titel innerhalb von acht Jahren. Für MvG ist der Grand Prix etwas Besonderes, schließlich holte er sich 2012 dort seinen ersten Major-Triumph.
Das Gleiche gilt für Daryl Gurney, der nach seinem Sieg 2017 auch im letzten Jahr wieder bis ins Halbfinale kam. Gurney wird auch in diesem Jahr mit viel Selbstvertrauen zum Grand Prix anreisen. Er trifft in Runde 1 auf Danny Noppert.

Lawrence Lustig/PDC

Der Modus „Double in – Double out“ bietet den Scoring-Maschinen wie van Gerwen, Anderson oder Chisnall nicht die Möglichkeit, ein Spiel von vorn herein zu dominieren. Ganz anders ist es da bei Spielern, die seit Jahren für ihre Doppelstärke bekannt sind. Zu nennen sind hier ganz klar Mensur Suljovic, Rob Cross und James Wade. Aber auch Krzysztof Ratajski und Glen Durrant sollte man in diesem Jahr als Geheimtipp auf dem Zettel haben.
Sollten Gary Anderson und der zuletzt bärenstarke Gerwyn Price ihre Doppel 20 in großer Regelmäßigkeit treffen, sind auch sie mit zu den Favoriten zu zählen. Es wird sowieso interessant sein zu sehen, wie sich Gary Anderson in seinem erst dritten Major-Turnier in 2019 präsentieren wird. Er wird – wie auch Peter Wright – zum erweiterten Favoritenkreis gehören.

Den Titel dürfte sich jedoch ein anderer schnappen. Price, Suljovic, Wade und Cross sind aufgrund ihrer Form und Ergebnisse in den letzten Turnieren sicherlich die heißesten Kandidaten auf den Titel – neben MVG.

Lawrence Lustig/PDC

Der Grand Prix und seine Märchen


Im zauberhaften Irland schrieb der Grand Prix aufgrund seines Spielformats schon seine ganz eigenen Geschichten. An die Kurioseste wird sich Mark Dudbridge sicherlich noch besonders gerne erinnern. 2007 kam es im Achtelfinale zum entscheidenden letzten Leg gegen Andy Jenkins. Doch Dudbridge traf das Doppel zu Beginn nicht. Neun Darts warf „The Flash“ am Doppel vorbei, zu diesem Zeitpunkt stand Jenkins schon bei 216 Rest. Das Dudbridge das Leg – und damit das Match – doch noch gewinnen konnte, lag daran, dass Jenkins 56 Punkte nicht checken konnte, Dudbridge hingegen sein Doppelproblem ablegte und mit einem Highfinish den Sieg holte.


Im Jahr 2011 schrieb der Nordire Brendan Dolan beim WGP erstmals Darts-Geschichte. Dolan hatte sich überraschend bis ins Halbfinale vorgespielt, wo er auf James Wade traf. Dolan schaffte gegen Wade das, was vor ihm noch niemand zustande brachte – einen 9-Darter beim Grand Prix. 160 – 180 – 161 -out. An diesem Abend war das erste perfekte Spiel der Turniergeschichte gespielt worden. Die Nacht brachte Dolan – der anschließend das Finale gegen Taylor verlor – seinen Spitznamen „The History Maker“ ein.

PDC

2014 war Wade wiederum derjenige, der das perfekte Spiel beim Grand Prix schaffte – Im Achtelfinale gegen Robert Thornton. Doch damit nicht genug, denn auch Thornton gelang einen Satz später der 9-Darter in identischer Form. Es war das erste Spiel überhaupt, bei dem beide Kontrahenten das perfekte Leg spielen konnten.

Alle Begegnungen

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TV Übertragung

Zu sehen gibt es das Double-In-Spektakel komplett auf DAZN, sowie auf pdc.tv

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